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Das Tanit-Symbol
#1
   
Tanit-Symbol

   
Tanit-Symbol

   
Stele mit Tanit-Symbol

   
Tanit

   
Die Göttin Tanit ist eine Mond- und Erdgöttin und steht für Fruchtbarkeit. Sie ist Jungfrau und Mutter des Baal. Sie erweckt den Fruchtbarkeitsgott Baal jedes Jahr zu neuem Leben. Ihre Attribute sind: Granatapfel, Feige, Ähre und die Taube.

Vergleiche zu Isis, Osiris und Horus drängen sich förmlich auf.

Wie Isis ist Tanit eine Mondgöttin, die mit der Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht wird. Also das typisch weibliche Element. Das wird aus den folgenden Stelen ersichtlich. Hier ist das Tanit-Piktogramm mondförmiger dargestellt:

   
Tanit mit sichel-mondförmigen Armen, die sich nach oben richten

   
Tanit mit Mondsichel über dem Kopf
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#2
Wer einmal die Balearen (eine Inselgruppe im Mittelmeer) besucht, der sollte sich dort gut umsehen. Insbesondere hier wird die Göttin Tanit noch verehrt. Man findet viele antike Zeugnisse der Göttin sowie neu hergestellte Gegenstände mit dem Symbol der Tanit.

Auf der Insel Ibiza ist bis heute eine Höhle bekannt, die als Tanit-Heiligtum dient. Ibiza war vor dem Massenansturm der Touristen von einer mystischen Atmosphäre umgeben. Uns interessiert die Höhle von Es Culleram, die sich 150 Meter über dem Meeresspiegel in Sant Vincent de sa Cala befindet. Sie beherbergt die wichtigste Kultstätte der Insel, welche noch immer tausende Besucher anzieht, die seit Urzeiten die Göttin Tanit verehren.

   

   

   
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#3
         
Das Tanit-Symbol und das Ankh-Symbol ähneln sich.


Während sich das Tanit-Symbol:

- aus einem Kreis
- einem waagerechten Strich
- und einem Dreieck

zusammensetzt,


besteht das Ankh-Symbol:

- aus einem Kreis
- und aus einem Thorshammer.

Das Tanit-Symbol hat eine sehr viel weiblichere Ausstrahlung als das Ankh – welches männliche und weibliche Energien entsprechend kombiniert.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#4
(19.08.12020, 20:59)Erato schrieb: https://www.pagan-forum.de/post-58243.html#pid58243Kann man das Tanit-Symbol mit dem Aufbau einiger Brunnenheiligtümer auf Sardinien vergleichen oder sogar einen Bezug herstellen? Bei dem Blick auf das Symbol mußte ich sofort an den Aufbau des Brunnentempels in Oristano denken.

   

   

(19.08.12020, 23:01)Hælvard schrieb: https://www.pagan-forum.de/post-58245.html#pid58245Der Brunnentempel bei Oristano ist tatsächlich ein Göttinnentempel.

Die Brunnenheiligtümer auf Sardinien wurden von der Nuraghen-Kultur oder noch viel früher gebaut. Ob nun deren Göttin Tanit hieß? Auf jeden Fall: Der Brunneneingang + Kreis ist ein Göttin-Symbol. Das ist doch glasklar. Kleid und Kopf bzw. Dreieck und Kreis.

Man kann in den Tanit-Symbolen natürlich auch: Pyramide (Dreieck), Horizont (waagerechter Strich) und Sonne (Kreis) sehen. Die Deutung bleibt gleich, und daß sich das Symbol aus genau 3 Teilen zusammensetzt, ist ebenfalls kein Zufall. Das Dreieck (Pyramide) steht für die Vergangenheit. Der waagerechte Strich für die Gegenwart und die aufgehende Sonne natürlich für die Zukunft!
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#5
   

   
Brunnenöffnung


Die besten Termine für einen Besuch in Santa Cristina sind aber ohne jeden Zweifel diese astronomisch interessanten Zeitpunkte:

- Die Äquinoktien, also die Tag- und Nachtgleichen im März und September. Zu diesem Termin fällt ein Sonnenstrahl genau durch den Kreis im Steindach des Brunnens, und der Schatten, den man dann wirft, steht auf dem Kopf. Das heißt magisch betrachtet: Die Verhältnisse drehen sich um. Aus Tod wird Leben, aus Leben wird Tod. Bzw.: Man geht hinein in die Erde, oder man geht heraus aus der Erde. Die Tür öffnet sich also bzw. wird aufgeschlossen. Die ganze Anlage gleicht sowieso einem Schlüsselloch, was ein zusätzlicher Hinweis auf die ursprüngliche Benutzung dieses Heiligtums ist. Ein Eingang/Ausgang in das Reich der Frau Gaia. Ich kann mich erinnern, daß in alten Märchen solche Eingänge oft gesucht werden müssen.

- Alle 19 Jahre (= 1 Mondjahr; exakt 18 Jahre und 6 Monate) wird der Mond im Brunnen reflektiert – entweder exakt zur Sommersonnenwende oder exakt zur Wintersonnenwende. Das wechselt sich jeweils immer ab.

Das bedeutet magisch gesehen: Ein neues Mondjahr beginnt.

Generell sind Lichtspiele – wenn auch nicht in der Präzision der Equinoxen oder der Solstitien – zu beobachten. Im Dezember intensiver als im Sommer.
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