30.12.12007, 15:03
Dieser Beitrag gilt allen die sich schon immer gefragt haben woraus eigentlich die Kerzen bestehen mit denen man Rituale zelebriert. Kerze ist nämlich nicht gleich Kerze und jeder der Ahnung hat, wird mir zustimmen wenn ich sage:
"Es macht schon einen Unterschied ob man nun Kerzen aus Fett von Haustierleichen oder Rindern nutzt, aus synthetisch hergestellten Stoffen oder aus pflanzlichen Ölen und Bienenwachs.
Das dumme ist nur, der trotteligen Bevölkerung ist es völlig egal was da brennt, hauptsache sie können nebenbei ihre Leichen spachteln oder die Weihnachtsserien im Fernsehen schauen.
Daher wird auch in den meisten kleinen Läden kein Schild hängen mit den Inhaltsstoffen einer Kerze. Andererseits gibt es auf den Verpackungen der Supermarktkerzen meißt nur alchemistische Kürzel die kein normaler Mensch versteht.
Da ich nicht ganz untätig war, fand ich im Netz einen Text über den Aufbau einer Kerze:
Also:
<span style='font-size:16pt;line-height:100%'>Was ist Paraffin?</span>
Paraffin (Latein parum affinis, "wenig verwandt, wenig reaktionsfähig") bezeichnet ein Gemisch aus Alkanen (gesättigte Kohlenwasserstoffe) mit der allgemeinen Summenformel CnH2n+2
Aha...Das verschaffte mir dann Klarheit:
Paraffine sind also künstlich hergestellte Stoffe/Wachs aus Erdöl.
Teelichter sind beispielsweise aus Paraffin hergestellt.
Weiter:
<span style='font-size:16pt;line-height:100%'>Woraus kann "Wachs" bestehen?</span>
Nun es gibt:
Tierische Wachse
Pflanzliche Wachse
Kerzen aus tierischen Stoffen werden meist aus dem Fett von toten Rindern, Haustieren, Walen oder was jetzt nicht dazu gezählt werden darf aus Bienenwachs hergestellt.
Kerzen aus pflanzlichem Stoffen werden hingegen aus Zuckerrohrwachs, Carnaubawachs der Wachspalme oder Jojobaöl hergestellt.
Nun, bei diesen kann man aber meist nicht unterscheiden woraus die nun bestehen, da die Hersteller entweder gar nichts oder nur Wachs auf ihre Verpackungen schreiben.
Und dann noch:
<span style='font-size:16pt;line-height:100%'>Was ist Stearin?</span>
Stearin ist ein Gemisch aus Stearin- und Palmitinsäure. Es wird u. a. benutzt, um Kerzen und Seifen herzustellen.
Im Gegensatz zu Paraffin, das ein Nebenprodukt aus der Erdölverarbeitung ist, wird Stearin hauptsächlich aus pflanzlichem (Palmöl) oder tierischem Fett gewonnen. Es ist biologisch abbaubar.
Stearin wurde 1818 als geeigneter Kerzenrohstoff entdeckt. Da Paraffin günstiger und universeller einsetzbar ist, wird Stearin nur selten für die Kerzenherstellung verwendet.
<span style='font-size:14pt;line-height:100%'>Stearinkerzen sind fester und haben eine höhere Qualität und gelten als die "Bio"-Kerzen.</span>
Ha! Da haben wir es also, es gibt scheinbar doch schon Biokerzen!
Und schon habe ich einen Hersteller davon gefunden:
http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/regional/dezentral/fulda/art5879,174624
Ist die Firma Eika jetzt die Lösung?
Ich würde mich über einen Erfahrungsaustausch freuen.
Mir kam auch die Idee ob man sich nicht Kerzen von einem Imker herstellen und einfärben lassen könnte. Bienenwachs wäre meiner Meinung nach immernoch der natürlichste von allen.
Meine Quellen:
http://www.spektrumverlag.de/artikel/830364
http://www.fuldaerzeitung.de/interaktiv/index.html
und www.wikipedia.de: http://www.wikipedia.de
Freundliche Grüße
Benu
"Es macht schon einen Unterschied ob man nun Kerzen aus Fett von Haustierleichen oder Rindern nutzt, aus synthetisch hergestellten Stoffen oder aus pflanzlichen Ölen und Bienenwachs.
Das dumme ist nur, der trotteligen Bevölkerung ist es völlig egal was da brennt, hauptsache sie können nebenbei ihre Leichen spachteln oder die Weihnachtsserien im Fernsehen schauen.
Daher wird auch in den meisten kleinen Läden kein Schild hängen mit den Inhaltsstoffen einer Kerze. Andererseits gibt es auf den Verpackungen der Supermarktkerzen meißt nur alchemistische Kürzel die kein normaler Mensch versteht.
Da ich nicht ganz untätig war, fand ich im Netz einen Text über den Aufbau einer Kerze:
Zitat:Ihr Körper, der Brennstoff, besteht aus Paraffin, Wachs oder Stearin. Ihn durchzieht als Docht ein mit Wachs getränkter Baumwollfaden. Alle diese Materialien bestehen aus langen Kohlenwasserstoffketten. Bei Raumtemperatur sind sie fest; erst beim Anzünden des Dochtes schmelzen sie. Die Flamme zerlegt die langen Molekülketten in kleinere, die gasförmig und wesentlich agiler sind als der Ausgangsstoff. Ihre Wasserstoffatome reagieren mit dem Luftsauerstoff der Umgebung - es entsteht Wasser in der Flamme. Dabei wird sehr viel Energie frei - die Flammentemperatur steigt auf fast tausend Grad. Die Kohlenstoffatome des Brennstoffs bilden nun Rußpartikel, die gelb aufglühen. Sie verbrennen schließlich mit Luftsauerstoff zu Kohlendioxid. Die Kapillarwirkung des Dochtes liefert beständig flüssigen Brennstoff nach.
Also:
<span style='font-size:16pt;line-height:100%'>Was ist Paraffin?</span>
Paraffin (Latein parum affinis, "wenig verwandt, wenig reaktionsfähig") bezeichnet ein Gemisch aus Alkanen (gesättigte Kohlenwasserstoffe) mit der allgemeinen Summenformel CnH2n+2
Aha...Das verschaffte mir dann Klarheit:
Zitat:Die Zeitschrift Ökotest wertet paraffinhaltige Cremes massiv ab, wenn sie einen bestimmten Prozentsatz enthalten, da die große Gefahr der Austrocknung der Haut droht, mit zunehmender Faltenbildung. Das, was verhindert werden soll (Hautaustrocknung / Faltenbildung) wird genau erzeugt. Ökotest äußert sich wie folgt dazu: "Paraffine: Sammelbezeichnung für unzählige künstliche Stoffe aus Erdöl (...) behindern die natürlichen Regulationsmechanismen (...)können sich in Leber, Niere und Lymphknoten anreichern (...)." (Quelle: Ökotest Kosmetik, Nr. 1. 2001, S. 121) Ökotest warnt vor mehr als 10 % in einer Creme. Produkte beliebter Firmen wie Nivea enthalten wesentlich mehr Paraffin in ihren Cremes.
Paraffine sind also künstlich hergestellte Stoffe/Wachs aus Erdöl.
Teelichter sind beispielsweise aus Paraffin hergestellt.
Weiter:
<span style='font-size:16pt;line-height:100%'>Woraus kann "Wachs" bestehen?</span>
Nun es gibt:
Tierische Wachse
Pflanzliche Wachse
Kerzen aus tierischen Stoffen werden meist aus dem Fett von toten Rindern, Haustieren, Walen oder was jetzt nicht dazu gezählt werden darf aus Bienenwachs hergestellt.
Kerzen aus pflanzlichem Stoffen werden hingegen aus Zuckerrohrwachs, Carnaubawachs der Wachspalme oder Jojobaöl hergestellt.
Nun, bei diesen kann man aber meist nicht unterscheiden woraus die nun bestehen, da die Hersteller entweder gar nichts oder nur Wachs auf ihre Verpackungen schreiben.
Und dann noch:
<span style='font-size:16pt;line-height:100%'>Was ist Stearin?</span>
Stearin ist ein Gemisch aus Stearin- und Palmitinsäure. Es wird u. a. benutzt, um Kerzen und Seifen herzustellen.
Im Gegensatz zu Paraffin, das ein Nebenprodukt aus der Erdölverarbeitung ist, wird Stearin hauptsächlich aus pflanzlichem (Palmöl) oder tierischem Fett gewonnen. Es ist biologisch abbaubar.
Stearin wurde 1818 als geeigneter Kerzenrohstoff entdeckt. Da Paraffin günstiger und universeller einsetzbar ist, wird Stearin nur selten für die Kerzenherstellung verwendet.
<span style='font-size:14pt;line-height:100%'>Stearinkerzen sind fester und haben eine höhere Qualität und gelten als die "Bio"-Kerzen.</span>
Ha! Da haben wir es also, es gibt scheinbar doch schon Biokerzen!
Und schon habe ich einen Hersteller davon gefunden:
Zitat:Innovativ ist das Unternehmen auf jeden Fall. So werden Kerzen, die bisher aus dem Erdölprodukt Parafin gefertigt wurden, künftig aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen hergestellt. Eika ist damit das erste Unternehmen bundesweit, das sich vom Parafin, das immer knapper und deshalb teurer wird, abwendet. Die nachwachsenden Rohstoffe sind unter anderem Palmöl und Kokusfett, aber auch Raps kann in Zukunft eine Rolle spielen. Schon bald will man bei der Produktion komplett auf die pflanzliche Brennmasse umsteigen, auch der Duftstoff soll zu 100 Prozent aus natürlichen Produkten bestehen.
Damit erfüllt Eika auch die Wünsche vertreibender Kunden, die auf eine Biokerze gesetzt haben. „Der Erfolg, den wir zurzeit haben, besitzt drei Säulen“, sagt Moritz Brand: Der Verbraucher nenne erstens Eika-Kerzen laut Umfrage der Uni Freiburg als bekannteste und angesehendste Marke, außerdem werde die hohe Qualität gelobt und schließlich hätten Kerzen „made in Germany“ einen hohen Stellenwert.
Weil die Produktion neu ausgerichtet werden muss, das Unternehmen expandieren will, muss sich Eika nach fast 200 Jahren einen anderen Standort suchen. Für Moritz Brand ist jedenfalls klar, dass alle 160 Beschäftigten mit in den neuen Firmensitz ziehen werden. „Mittelfristig werden wir auch neue Mitarbeiter einstellen“, verkündet der Firmenchef. Doch erst einmal muss für das alte Firmengelände eine Verwendung gesucht und für den neuen Firmensitz ein Standort gefunden werden. Mit beiden Aufgaben ist Georg Sticherling, Geschäftsführer der Realto Projectconsult, betraut worden. Es wird nach einem Gelände, das etwa 40 000 Quadratmeter groß ist, gesucht. Innerhalb von zwei Jahren soll der Firmensitz verlagert sein. Ausgeben will man laut Moritz Brand einen Betrag, „der im niedrigen zweistelligen Millionenbereich“ liegt. Ein Fortgehen aus der Region sei kein Thema: „Wir bekennen uns zum Standort Deutschland und wir brauchen unsere qualifizierten Mitarbeiter. Wir bekennen uns somit zum Standort Fulda.“
Für die neue Form der Kerzenherstellung, die man sich womöglich noch patentieren lassen will, wird Eika am 15. Dezember durch die Organisation „Deutschland, Land der Ideen“ ausgezeichnet. Gefeiert wird dieser Preis mit einem Tag der offenen Tür. Geöffnet werden die Pforten für die Öffentlichkeit am Werksgelände um 10 Uhr.
Von Steffen Reith
http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/regional/dezentral/fulda/art5879,174624
Ist die Firma Eika jetzt die Lösung?
Ich würde mich über einen Erfahrungsaustausch freuen.
Mir kam auch die Idee ob man sich nicht Kerzen von einem Imker herstellen und einfärben lassen könnte. Bienenwachs wäre meiner Meinung nach immernoch der natürlichste von allen.
Meine Quellen:
http://www.spektrumverlag.de/artikel/830364
http://www.fuldaerzeitung.de/interaktiv/index.html
und www.wikipedia.de: http://www.wikipedia.de
Freundliche Grüße
Benu
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