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Graphologie und äußere Einflüsse
#1
Geht es um die Schriftanalyse eines Menschen und die Frage nach einem Schriftstück von ihm, folgt zu 99 % die Aussage, daß das gereichte beschriebene Papier aber nur ein Notizzettel sei, man beim Schreiben keine Zeit hatte oder man immer schnell und unsauber für sich selbst schreiben würde, man normalerweise aber ganz anders schreibt.
Schreibt man normalerweise wirklich ganz anders?

Äußere Umstände werden bei einer Schriftanalyse durchaus berücksichtigt. Diese lassen sich zumeist eindeutig herausfiltern, wenn man mehrere Schriftstücke von ein- und demselben Schreiber vorzuliegen hat, was für eine Analyse grundsätzlich empfehlenswert ist.

Ähnlich wie bei der Körpersprache, wo äußere Begebenheiten bei der Deutung berücksichtig werden müssen, finden diese äußeren Umstände auch in der Graphologie zumindest ihre Erwähnung.

Dabei kommt es z. B. darauf an, ob man handschriftlich einen Brief an beispielsweise die Liebste oder den Liebsten schreibt, wobei man in diesem Fall in der Regel darum bemüht ist, ordentlich zu schreiben, oder es sich "nur" um ein paar eilige Notizen für einen selbst handelt. Ein Einkaufszettel ist zumeist liederlicher geschrieben als ein Brief, die Adresse oder der Absender.

Das bedeutet, der Schreiber unterscheidet beim Schreiben bereits darin, ob die Zeilen für ihn selbst geschrieben sind oder sich an jemand anderen richten.

Weitere äußere Einflüsse lassen sich in der Schreibunterlage und im Schreibgerät finden.
Jeder kennt die Situation, daß der Untergrund zum Schreiben zu hart/glatt ist oder man mit diesem oder jenem Stift/Kugelschreiber usw. viel besser schreiben kann, als mit einem anderen!
Viele Schreiber haben sich hier festgelegt oder besitzen sogar einen Lieblingsstift. Die meisten bevorzugen wohl den Kugelschreiber. Es gibt aber auch diejenigen, die grundsätzlich am liebsten mit dem Füller oder sogar mit dem Bleistift schreiben! Am Rande sei erwähnt, daß auch die Wahl des Schreibgerätes etwas über den Schreiber aussagt ... die Gewohnheit vorausgesetzt.

Die sich entwickelnde Handschrift der Menschen hat auch bei der Berufswahl ihren Einfluß!
So schreibt ein Lehrer in den meisten Fällen leserlicher und ordentlicher als es z. B. viele Anwälte, Politiker oder Ärzte tun!
In diesem Zusammenhang sei bemerkt, daß die Schrift ein Kommunikationsmittel ist!
Wer also unleserlich schreibt, obwohl das Geschriebene für jemand anderen bestimmt ist, besitzt neben seiner eigenen gefestigten Überzeugung (und anderen Charaktermerkmalen) auch die Eigenschaft, daß er/sie nicht selten wenig Wert auf den Austausch und die Meinung des anderen legt!

Wohingegen der Lehrer darum bemüht ist leserlich zu schreiben, so daß seine Schrift für die Schüler leicht verständlich ist. Diese sollen sich ja auch mit dem Inhalt auseinandersetzen, nicht mit der Schriftdeutung.

Jemand, der körperlich eine schwere Arbeit verrichtet, schreibt eher ungelenk, als jemand, der im Büro ständig Notizen machen muß und dadurch eine flüssigere Handschrift besitzt.

Auch Streß, eine unkontrollierte emotionale Verfassung oder die Einnahme von Drogen haben Einfluß auf das Schriftbild! Sowie die altersbedingten Veränderungen: von der ungelenken Schrift eines Kindes zur flüssigen Schrift eines Erwachsenen und zurück zur ungelenken Schrift eines älteren Menschen.

Festzuhalten ist, daß unser Gesamtschriftbild zwar von den genannten äußeren Faktoren beeinflußt wird, die Merkmale in der Handschrift aber dieselben bleiben, ob nun Lieblingsstift, Liebesbrief oder Einkaufszettel!

Verändert sich aber der Mensch, verändert sich auch die Handschrift.
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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Es bedanken sich: Inara , Ela , Andrea , Erato , Paganlord , Violetta , Wishmaster
#2
Es gibt Studien, die aufzeigen, daß die besonderen Schriftmerkmale einer Schrift sogar auftreten, wenn die Probanden mit dem Mund, mit der anderen Hand oder auch mit den Füßen versucht haben zu schreiben.
Neben der Erkenntnis, daß Schönschrift und Schmiererei ein- und desselben Schreibers ihre wesentlichen und sich wiederholden Merkmale besitzen, belegen solche Studien vor allem, daß die Handschrift ein Spiegel unseres Inneren, unserer Eigenschaften und Talente ist!
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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Es bedanken sich: Violetta , Cleopatra


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