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Garten und Selbstversorgung
#1
Menschen sind sehr unterschiedlich. Manche Leute entsorgen ihren Garten, indem sie dort ein Schwimmbad bauen lassen, andere kippen Sand über ihren Garten, um dort Beach-Volleyball zu spielen oder andere kippen Steine (Steingarten) rauf, um niemals Unkraut jäten zu müssen.

Während andere Menschen so vorgehen, offensichtlich in einer Dimension, daß es nun in den Nachrichten läuft:

   
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#2
Was, im Frühjahr wird auf einmal Saatgut gekauft? Nein, unglaublich!!! Wow

Das erinnert mich an die Schlagzeile der Untersuchung eines Mausoleums, wo sie tatsächlich Gräber gefunden haben. Krass, oder? Dass man sowas noch erlebt...
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#3
Wenn Möhre Möhren sät
– dann steht es gut ums Möhrenbeet!

   


Doch Möhre tut verdrießen,
– weil Wolken Möhre(n) reichlich gießen.

   


Doch nur so wird das Gemüse schießen,
– werden Möhres Möhren kräftig sprießen.

   
Sei!
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#4
Dann will ich euch auch mal ein paar Fotos von unserem kleinen Gemüsestück zeigen.

Blick über das ganze Stück:

   


Vorne zwei Reihen Endivien (ausgesät - mal schauen, was kommt), dann zwei Reihen Kopfsalat (Pflänzchen gekauft). In der Mitte drei Reihen Buschbohnen, und vor dem Zaun fünf Kürbispflanzen und direkt am Zaun Zuckerschoten.
Rechterhand an der Mauer sind Stecklinge von den Johannisbeersträuchern, davor eine Reihe Radieschen, und direkt an die Mauer kommen noch Sonnenblumen (werden gerade vorgezogen).

   


Vorne mehrere Büschel Schnittlauch (die dürfen dort seit Jahren ungezähmt wuchern), daneben zweimal Petersilie - neu gesetzt; mit der hatten wir bisher immer ein bißchen Pech. Im Rest vom Feld stehen Tomaten- und Paprikapflanzen im Wechsel. Ganz hinten ist noch ein bißchen Platz, da kommen noch eine oder zwei Zucchini hin (werden gerade vorgezogen).
Links in der Bildecke kann man noch unseren riesengroßen Rosmarinbusch erahnen.

   


Rechts im Bild ein paar Kohlräbchen, danach eine einzelne Tomatenpflanze, dann vier Johannisbeersträucher, Abkömmlinge aus der Heimat ;-) Werden gerade weiter vermehrt, siehe zweites Bild.
Vorne ein paar Blümchen, die irgendwie immer übrig waren, dahinter zwei Reihen Tomaten und in der Mitte Artemisia, ganz hinten ein paar Erdbeerpflänzchen – gemäß dem Tip von Andrea mit Stroh gemulcht  Daumen hoch

   


Und hier noch ein Blick von der anderen Seite:

   


Das Stück wurde nicht im gesamten geplant, sondern erst mal nur ein Teil, und dann noch ein Teil, und dann bekam ich ein paar vorgezogene Pflanzen geschenkt, dann kam noch dies und das und sonstnochwas dazu, deswegen sind es auch so viele Tomaten und es insgesamt nicht so strukturiert angelegt. Aber uns gefällt‘s  Herz
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#5
Esskastanien

Ich habe mir im Laufe des Jahres so meine Gedanken gemacht, welche Grundnahrungsmittel den künstlichen "Umweltbedingungen" trotzen könnten, deren Frucht einen gewissen Schutz (Schale) vor den Schadstoffen im Regenwasser haben und erst im Herbst als Wintervorrat geerntet werden.

Obgleich sie geschmacklich nicht mein Favorit ist, habe ich da die Esskastanie in die engere Auswahl gezogen. Insofern der Standort passt und man verschiedene Sorten in der Nähe hat, ist diese pflegeleicht. Glücklich, wer da bereits alte widerstandsfähige und ertragreiche Bäume im eigenen Garten stehen hat. Denn ehe eine Esskastanie Früchte trägt, vergehen bei althergebrachten Sorten schon mal Jahrzehnte. Das Glück eines Maronenbaums im eigenen Grundstück habe ich nicht, allerdings ein noch weitgehend unbewachsenes Grundstück, (abgesehen von Thuja-Hecke und Tanne). Daher habe ich mir nun zwei kleinwüchsigere (8-10 m), früh tragende Zuchtsorten bestellt (je 1 Bouche de Beltizac und Doree de Lyon; derzeit ca. 1 m hoch) sowie zusätzlich 3 Bäumchen der Wildform (bereits ca. 3 m Höhe).

Interessant für mich war hieran, dass ich gestern zu den ersten beiden Bäumchen, die im Pflanztopf geliefert wurden, per Email Pflanzenpässe "gemäß Pflanzengesundheitsverordnung (EU) 2016/2031" erhielt. Für mich heißt dies, dass letztlich bei derart gekauften Pflanzen über die Baumschule genau nachverfolgt werden kann, wer welche Pflanzen/Bäume im Garten neu anbaut. Ein Grund mehr, sich vom HANDEL mit Heil- und Nahrungspflanzen unabhängig zu halten. Da es sich bei diesen Bäumchen, auf lange Sicht gedacht, um Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln handelt, gefällt mir diese Nachverfolgbarkeit natürlich nicht.

Unter dem Titel "Maronen: Das Brot der Bäume" sind hier vielfältige Informationen zu finden:
https://www.falstaff.de/nd/maronen-das-brot-der-baeume/

Zitat:Maronen in der Wissenschaft
In früheren Zeiten gehörte das Mehl der Kastanien in Italien, aber vor allem eben auf Korsika zu den Grundnahrungsmitteln. Kastanienmehl besitzt eine leicht gelbliche Farbe und eignet sich für Brot, Gebäck, Kuchen sowie für eine Art Polenta.
Reich an Energie und Nährstoffen enthalten Kastanien doppelt so viel Stärke wie Erdäpfel, dazu eine Reihe von lebenswichtigen Mineralien sowie B-Vitamine. Im rohen Zustand enthält eine Kastanie fast so viel Vitamin C wie eine Zitrone.
Jüngsten Forschungen zufolge soll sich der Genuss von Kastanien sogar auf einzelne Hirnregionen positiv auswirken und Konzentration und Merkfähigkeit steigern.
Zu den berühmtesten Kreationen aus Kastanien gehören unter anderem die französischen »Marrons glacés«. Das Rezept der in Sirup kandierten Kastanien wurde im 16. Jahrhundert in Lyon erfunden.
Auch die »Crème de marrons«, im deutschsprachigen Raum als Maronencreme bekannt, zählt zu den bekanntesten französischen Dessert-Spezialitäten.
Aber auch in Italien werden aus Kastanien vorwiegend feine Maronencremes, Pürees, verschiedene Desserts und Marmeladen hergestellt.

Zitat:So gesund sind Maronen
Edelkastanien haben viele positive Eigenschaften Hauptsaison für Maronen: September – Dezember
+ bremsen Heißhunger aus
+ stärken das Herz
+ haben viele Ballaststoffe
+ weisen eine gute CO2-Bilanz auf
+ enthalten verhältnismäßig viel Vitamin C
+ schützen die Knochen
- schimmeln schnell und halten sich nicht so lange wie andere Nüsse. Früchte mit muffigem oder ranzigem Geruch wegwerfen!
- können Schädlinge enthalten. Sinken Maronen in einer Schüssel mit lauwarmem Wasser auf den Boden, sind sie frisch – schwimmen sie oben, sollte man sie entsorgen.


Unter https://de.wikipedia.org/wiki/Edelkastanie habe ich noch einen einfachen Konservierungstip entdeckt:

Zitat:Frische Kastanien sind leicht verderblich und müssen zur Lagerung vorbehandelt werden. Eine traditionelle, nurmehr in der Türkei übliche Methode, ist die „Ricciaia“, bei der die Kastanien in den Fruchtbechern zu Haufen geschichtet werden, hier fermentieren und dadurch für einige Monate haltbar werden. Industriell weit verbreitet ist die Hydrotherapie: die Früchte werden für einige Tage in kaltem Wasser eingelegt, die Milchsäuregärung führt zu einer Konservierung der Kastanien, anschließend werden sie getrocknet. Weitere Konservierungsmethoden sind Trocknen, gekühlte Lagerung, Begasung mit Methylbromid, Lagerung unter Kohlendioxid-Atmosphäre und Tiefgefrieren sowie Räuchern.
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#6
Die Schlehe
(Prunus Spinosa), Schlehdorn, Heckendorn, Hagedorn, Schwarzdorn

Dieses Zauberhölzchen gehört zu den Rosengewächsen und ist ein Wildstrauch, der in unserer Region sehr selten geworden ist. Ihre Blüten im Frühjahr sind eine wunderschöne Nektarquelle für Bienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten. Ihre Früchte ernähren bis in den Winter hinein viele Vogelarten und auch uns Menschen. Ihre Dornen dienen den Kleintieren als Schutz vor ihren natürlichen Feinden.


Schlehenblüten

   
https://www.wildundfrei.net/heilpflanzen/pflanzenmonografien/chlehe-prunus-spinosa/


Schlehenfrüchte

   
ackerbaum.de


Überlieferte Heilwirkungen:

Blüten und/oder Früchte

    - zur Behandlung von Erkältungskrankheiten
    - leichtes natürlichen Abführmittel
    - Vitamin C  für das Immunsystem
    - Bitterstoffe für die Verdauung (Galletätigkeit)
    - blutreinigendend & entschlackend
    - harntreibend
    - entzündungshemmend
    - Anwendung bei Hautleiden
    - Anwendung bei rheumatischen Beschwerden
    - Anwendung bei Gürtelrose
    - Hildegard von Bingen nutze die Pflanze bei Gicht und Magenbeschwerden


Nach zwei bis drei Nachtfrösten können die Früchte für Saft, Sirup, Gelee und Marmeladen verwendet werden. Aus ihrer Rinde läßt sich sogar Tinte gewinnen. Und auch zur Färbung von Wolle und Leinen fand die Rinde Verwendung. Ein Pflegeöl mit den Blüten der Schlehe hergestellt durchwärmt den Körper und sorgt damit für ein angenehmes Wohlbefinden.

   
Die Schlehe in der Mythologie:

Wenn die Schlehe sich im Frühjahr in einem wundervollen weißen Blütenkleid zeigt und ein leicht süßlicher Duft in der Luft liegt, tanzen die Schmetterlinge wie kleine Feen um den Strauch. In irischen Erzählungen wird überliefert, daß einst Feen in diesen Sträuchern wohnten. Sie wachen üder die Schlehe, und nur zum Vollmond verlassen sie den Strauch, um die Mondgöttin zu ehren.

Die Schlehe wird auch als „alte dunkle Frau der Wälder“ oder „Mutter der Wälder“ bezeichnet. In der keltischen Überlieferung wird Cailleach (schottisch/gälisch = alte Frau) als Göttin des Winters gern mit Schlehenzweigen abgebildet.


Cailleach

   
https://www.facebook.com

"Die dunkle Frau" oder "Mutter der Wälder" erinnert an die Zeit, als die käuterkundigen Frauen zurückgezogen im Wald lebten. Und auch die Bezeichnung "Hagedorn" erinnert an Hagedisen, Hexen und Hekate. Als Hagedisen wurden im Mittelater die (alten) kräuterkundigen Frauen betitelt. Dunkel und düster wurden diese weisen Frauen erst durch die Ch***tianisierung. Auch Cailleach wird mit "Hexe" oder "alte Frau" übersetzt.
Man kann daraus ableiten, daß Hexen/weise alte kräuterkundige Frauen die Schlehe als Heilmittel einsetzten. Die Vielfältigkeit ihrer Heilwirkung spricht dafür.

Eine Schlehenhecke bietet durch ihre Dornen Widerstand und Schutz vor äußeren Einflüssen. In Irischen Sagen wird berichtet, daß der Gute einen Schlehenzweig hinter sich wirft, aus dem umgehend eine undurchdringliche Hecke wird und er so in Sicherheit ist.

Anmerkung: Cailleach wird im Netz auch mit "Nonne" übersetzt. Ich glaube jedoch, daß es sich hierbei um eine Verbindung zur Norne Urd handelt. Cailleach wird als Göttin des Winters dargestellt. Der Winter steht für den Stillstand/das Ende des Lebens. Die Norne Urd zerschneidet den Lebensfaden. Die kahlen Zweige der Schlehe mit ihren Dornen, welche Cailleach in ihren Händen hält, verkörpern die Widrigkeiten der Winterszeit, welche viele Leben fordert.
Finde Dich selbst!
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