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Erato schrieb:Ich habe in einer alten Überlieferung eine Geschichte gefunden, in der der ein Schöpferg*tt der indigenen Völker Brasiliens die Krone des Lebensbaumes abschlägt und dadurch eine große Flut auslöst.
Dabei kam für mich die Frage auf, wie die Weltenachse, die wir als Gungnir/Gridavör verstehen und der Lebensbaum oder Weltenbaum zusammenhängen bzw. zu unterscheiden sind? Denn oft wird der Weltenbaum selbst auch als Weltenachse bezeichnet. Für mich ergibt das irgendwie Sinn, denn alle Welten finden in unserer Mythologie auf dem Weltenbaum ihren Platz. Er ist die Säule, die Stabilität und Leben birgt. Oder muß man zwischen dem Weltenbaum und dem Lebensbaum unterscheiden? Oder ist doch alles eins?
Wenn Odin sich an Gungnir an der Weltenesche hängt, hört es sich ja auch an, als ob Gungnir Teil der Weltenesche ist.
...Und vielleicht zerdenke ich das Thema zu sehr
Meine Ausführungen zu einer alten Geschichte über den Berg Roraima:
Zitat:Berg Roraima
Der Berg Roraima ist ein Mythologisch intessanter Berg, der im Dreiländereck von Venezuela, Brasilien und Guyana im Nationalpark Canaima liegt.
Die bekannteste Legende besagt, dass dieser Tafelberg der Stumpf eines riesigen Baumes war. Dieser Baum trug alle Früchte und Knollen der Welt. Wazacaca, der Baum des Lebens. Man erkennt die Namensverwandschaft zur Maya-Bezeichnung Wacah Chan. Und wir kennen ihn als Weltenesche oder Yggdrasil.
Makunaima erschuf alle Tiere und jenen großen Lebensbaum, von dem alle Nahrungspflanzen abstammen.
Makunaima, ist in dieser Kultur ein Schöpferg*tt. Er fällte Wazacaca, den er selbst erschaffen hatte. Seine Krone stürtzte auf die Erde und löste eine gewaltige Flut aus. Der mächtige Stumpf blieb als der heutige Berg Roraima zurück. So erzählen es die Pemón (Arekuna) aus ihren alten Geschichten.
1. Der obere Teil des Baumes wird abgeschlagen. Das Lebens zieht sich in die Erde zurück. In den Regionen dieser Geschichte gibt es keinen Winter. (Lebens-)bedrohlich sind Wasserfluten, die über die Ufer treten und das Leben mit sich reißen.
2. In allen alten Geschichten finden wir die Überlieferung der großen Flut. Fast alles Leben wurde ausgelöscht (Krone des Baumes wird abgeschlagen). Ist dieser Ort einer der letzten Überbleibsel der alten Kultur ihrer heiligen Stätte? Ganz bestimmt
Roraima besitzt auch noch einen weiteren Namen in der alten Sprache: „Madre de las Aguas“ , was „Mutter aller Wasser“ bedeutet. Vom großen Gipfelplateau Roraima stürzen viele Wasserfälle herab. Und hier entspringen die Quellgebiete der drei größten Flüsse in Südamerika: der Amazonas, der Orinoco und der Essequibo.
Auch in unseren Erzählungen finden wir drei Quellen an den Wurzeln der Weltenesche. Und auch der Kessel Hvergelmir speist alle Flüsse der Welt.
Das Auslösen der Flut wurde durch den Diebstahl des Kristalls ausgelöst. Und irgendwie finde ich, daß auch diese Geschichte in der Überlieferung steckt. Dann wäre Wazacaca die Weltenachse. Und dann ist die Frage, wer Makunaima ist?
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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Um den Weltenbaum dreht sich das Leben. Um den Mehlbeerenstab Gridavöl dreht sich die Erde. Weil Erde und Leben eng miteinander zusammenhängen, kann man die Dinge natürlich miteinander kombinieren. Trotzdem sind sie verschiedene Dinge.
Ich kann mich jetzt leider nicht auf die Schnelle in die "brasilianische Mythologie" einlesen. Der Name Brasilien stammt jedoch aus dem Portugiesischen. Schon von daher ist es falsch. Auch wenn Wikipedia von "brasilianischer Mythologie" spricht – diese Wortschöpfung ist einfach falsch. Man müßte also zuerst klären, ob es sich wirklich um eine indigene Mythe handelt (und keine vermischte oder mitgebrachte) und falls ja: von welchen Indigenen?
Für mich gilt, soweit es Südamerika betrifft: Pachamama, also Mutter Erde. Das ist Inka und wird in ganz Südamerika verehrt.
Auch Papst Franziskus ist I2019 in den Amazonas gefahren, um Pachamama anzubeten und sie in den Vatikan zu holen. (Das hat ihm richtig viel Ärger bei seinen Gäubigen gebracht.) Man sieht dadurch aber eindeutig, daß auch für die Sorte Vatikanmensch gilt: Pachamama ist die erste Ansprechperson in Brasilien und im ganzen Amazonasgebiet.
Monumento a La Pachamama in Argentinien
Die Kontroverse bezüglich Papst Franziskus und Pachamama bezieht sich auf eine heftige Auseinandersetzung innerhalb der katholischen Kirche. Papst Franziskus nutzte damals geschnitzte Holzfiguren der südamerikanischen Erdmuttergöttin Pachamama, um diese dem Vatikan zu unterwerfen. Getreu dem Motto: "Mach dir die Erde untertan".
Die katholische Presse verspottete jedoch den Papst:
Grausame Drachengöttin Pachamama im Vatikan verehrt
Papst im brasilianischen Regenwald (Manaus, Rio Negro), um Pachamama zu verschleppen.
https://corjesu.info/wordpress/?p=14529
Sieh Dir die Bilder von Pachamama im Internet genau an. Dort hast Du alles, was zu unserer Göttin gehört. Kessel, Wasser, Schlangen und Drachen und natürlich auch den Lebensbaum. Wozu sich also den Kopf wegen einer hier unbekannten Mythe aus Brasilien zerbrechen, von der Du nicht einmal weißt, ob sie tatsächlich aus Brasilien ist oder von sonstwoher?
Wir haben das auch hier und hier diskutiert:
https://www.pagan-forum.de/thread-3935-page-3.html
Ich habe die heidnische Göttin im Tiber versenkt!
Österreichischer Katholik legt Geständnis ab
https://www.pagan-forum.de/thread-3935-page-4.html
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Vor 2 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 2 Stunden von THT.)
Zitat:Das Auslösen der Flut wurde durch den Diebstahl des Kristalls ausgelöst.
Das war aber eine andere Flut, als die des Gilgamesch, oder?
Weil die letzte Flut ist ja noch frisch in der Tradition aller Völker verankert (nicht nur in Sumer) und wahrscheinlich durch einen feurigen Zwischenfall von "oben" ausgelöst worden.
Die ansonsten furchtlosen Gallier/Kelten erinnerten sich noch daran via dem Volkstrauma, der "Himmel könnte ihnen auf den Kopf fallen".
Das sollte vor etwa 5000 Jahren gewesen sein.
Die Atlantis-Flut, die geologisch auch eindeutig nachweisbar ist (zu der allerdings in unserem Kulturkreis Aufzeichnungen fehlen, bei den Indern ist aber noch alles verzeichnet), ist etwa 12000+ Jahre her. Um diese geht es dann bei dem Kristall, richtig?
In dem obigen Beitrag wird einiges durcheinandergewürfelt. Es gab natürlich mehrere große Fluten im Verlauf der letzten 12.500 Jahre.
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