Eigene Ernte
#21
Gut, keiner schreibt was... dann hab ich noch einen. Und nicht den letzten. Lol

Wir haben dieses Jahr das aaaallererste Mal ein wunderbares Gewächs verarbeitet:

Holunder

Internetfoto

   

Wir haben ich weiß nicht wie viele Holundersträuche- und Bäume, irgendwas zwischen 12 und 15 Pflanzen. Ein paar davon stehen in unserem Wald und nicht alle tragen viele Früchte. Wir haben leider keine Bilder gemacht und nun sehen sie mittlerweile schon etwas dürftig aus aufgrund des voranschreitenden Jahres.

Holunder zu ernten dauert seine Zeit, aber es ist eine schöne Arbeit. Hat man die reifen Dolden gesammelt, kann man sich ein hübsches Plätzchen suchen und die Beeren abstreifen.

Damit man nicht zu viele grüne aussortieren muss, lohnt es sich nur die Dolden zu ernten, die wenige bis gar keine unreifen Beeren tragen.

Ich habe einmal alleine geerntet und einmal mit Rabe zusammen. Unter den Eichen zu sitzen und Holunderbeeren zu horten, finde ich entspannend und entschleunigend. Rabe jedoch freut sich, wenn alle Dolden endlich zerrupft auf einem Haufen in der Wiese liegen. Lol

Da im Holunder, zumindest bei uns, viele kleine Spinnchen leben, lohnt es sich die Beeren noch eine Weile an einem kühlen, lichtgeschützten Ort stehen zulassen, bevor man sie weiter verarbeitet.

Sie werden dann mit ganz wenig Wasserzugabe bei geschlossenem Deckel ca. 10-15 Minuten gekocht:

   

Dann werden die Beeten durch ein Seihtuch gepresst (die flotte Lotte hilft hier meiner Meinung nach nicht).

Der entstandene Saft wird dann noch einmal bei geschlossenem Deckel 20 Minuten gekocht. Ich habe es bisher immer so gemacht, dass ich das Anfangsgewicht der Beeren kannte und dann den Trester, sowie die entstandene Saftmenge nochmal gewogen habe. Alles, was an Flüssigkeit verloren gegangen ist, goss ich wieder mit sauberem Wasser auf. Auf 1000g Beeren kommen ca. 700g Muttersaft. Wenn man ihn als Muttersaft haltbar abfüllen möchte, muss der Saft natürlich kochend heiß sein, also muss nach dem Wasser auffüllen noch einmal aufgekocht werden. Ich koche ihn danach auch extra nochmal ein, um seine Lagerfähigkeit zu verbessern.

Oder der Saft wird weiterverarbeitet zu Sirup oder Gelee oder als Zutat für ein schnelles Oxymel.

Unser Ergebnis war 1200ml Sirup, 2500ml Muttersaft, 2200ml Oxymel und 2350ml Gelee, mal mit Zimt, mal mit Zitrone dazu. Der Großteil ist auf diesen Fotos:

           

Für Oxymel finde ich Bügelflaschen eigentlich am besten, aber davon war nur noch eine übrig... Lol

   

Hier habe ich Wacholderbeeren 4 Wochen in Apfelessig ziehen lassen, gemeinsam mit dem Holundersaft (und Honig natürlich) ergab das eine der obigen Oxymelkreationen, liebevoll "Frau Holle Oxymel" genannt. Herz

Nach dem was ich schon gekostet habe, schmeckt schonmal das Zitronen-Holunder-Gelee sehr gut und der Sirup ist in Tee wirklich toll und wird uns im Winter sehr gut tun. Ich hatte schon gedacht, dass ich davon ruhig etwas mehr hätte machen sollen. Aber das Gute am Muttersaft ist, dass man ihn später immer noch zu den anderen Produkten verarbeiten kann!
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Es bedanken sich: Anuscha , Andrea , Inara , Slaskia , Wishmaster , Czar , THT , Saxorior , Wasserfrau , Northern
#22
Der Herbst ist längst da und es gibt für jeden Gärtner noch so einiges zu ernten. Und der Wald ruft regelmäßig zu einer kleinen Pilzwanderung aus.

Die meisten Kartoffeln wurden wohl im September aus der Erde geholt und geben nun Platz frei für Wintergemüse. Postelein, Feldsalat, Spinat und Asiasalat warten darauf gesät zu werden. 18,5 Kilo Kartoffeln waren es bei unseren 20 Pflanzen.

   

Platz für Wintergemüse

Bei regelmäßiger Anzucht von Salatpflanzen, ist es möglich über eine lange Zeitspanne des Jahres täglich einen schönen Salatkopf zu ernten. Hier bei uns ist das besonders wichtig, da Bio-Salate im Einkauf nur begrenzt verfügbar und winzig sind. Auch Mangold gibt es bei uns meines Wissens nach nicht zu kaufen. Wir mögen ihn sehr, und auch die Anzucht ist kinderleicht.

   

   

Bataviasalat: Schnellwüchsig und immer schön kräftig

   

Endiviensalat: Wächst etwas langsamer, bildet am Ende jedoch einen dicken, ertragreichen Salatkopf

   

Eisbergsalat: Unser Liebling! Auch er braucht seine Zeit, bei uns sind gerade ein paar ansehnliche Köpfe zu sehen.

   

Mangold in den schönsten Farben

Wir werden noch bis in den November hinein Salat ernten, unsere Lieblinge für den Herbst sind: Später Kopfsalat, Catalogna, Batavia, Eisberg und Endivie. Auch der Mangold lässt sich prima Blatt für Blatt (von außen nach innen) ernten und wächst noch eine Weile nach. Die letzten Blumenkohlköpfe sind noch im Beet, rote Beete und Möhre werden nach Verbrauch geerntet, auch ein paar Zucchinis sind noch am Start, und die Bohnen wollen nicht aufhören Früchte zu bilden. Zum Glück.

   

Unser extrem hoher Birnbaum (20 Meter?) wirft schon seit Anfang September täglich eine Menge Früchte ab, und die Hälfte kommt sogar heil unten an. Updown

   

Bohnenleine Updown Herz

Nachdem unsere Bohnen eigentlich ein Experiment waren von wegen: "Schaun wa mal, ob überhaupt was wächst", ist unsere Ernte von bisher 17 Kilo fast so ertragreich wie unsere Kartoffelpflanzen. Und das tolle: Wir ernten immer noch! Bisher können wir sagen: Die Blauhilde ist am ertragreichsten und dabei einfach im Bohnengestrüpp zu entdecken!

   

Kartoffeln, Rote Beete, Mangold, Bohnen, Blumenkohl

Wenn man Abends eine Gemüsepfanne zubereitet und das einzige, was nicht aus dem Garten stammt eine halbe Zwiebel ist -> das ist ein tolles Gefühl!

Genießt den Herbst und all seine Früchte, die Mutter Erde uns schenkt.
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