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Tips rund um den Gemüseanbau
#61
Meine Anzucht letztes Jahr war ja dann wieder eingegangen. Sie hatten bereits zwei kleine richtige Blätter, aber auf einmal kümmerten sie, und dann waren sie eingegangen.

Ich könnte mir vorstellen, es lag daran, daß ich sie nicht bereits bei der Anzucht gedüngt habe, als sie dann Blätter hatten.

Das möchte ich nur nochmal hervorheben, daß das möglicherweise dann ein Grund für ein Mißlingen sein könnte.
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#62
Da ich leider keinen Garten habe, kaufe ich mein Grünzeug auf dem Stadtmarkt.
Da gibt es auch noch Sorten, die man nicht überall bekommt, und hier ist mein Einkauf, mit dem komme ich den Monat fast hin. 

[attachment=18654]

Und inzwischen finde ich wieder genug Brennesel und Löwenzahn und Giersch, nur Knoblauchrauke gibt es noch nicht.
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#63
Heißt das, Du ernährst Dich vorwiegend von Wildkräutern? Das fände ich ja sehr interessant!
Wildkräuter sind ein sehr interessantes Thema, finde ich, dem ich mich aber noch nicht sehr genähert habe.
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Es bedanken sich: Inara , Sirona , Saxorior , Cnejna , Violetta
#64
Der Knollenziest

Vor hundert Jahren galt er eine zeitlang mal als "Delikatesse der Oberschicht" und geriet dann wieder in Vergessenheit.

Das kleine Knöllchen soll im Geschmack der Schwarzwurzel ähneln, die ich sehr gerne mag, aber auch Artischocken, weshalb ich dann auf den Knollenziest aufmerksam wurde. Und er hat eine handliche Größe von fünf bis sieben Zentimeter Länge, so daß man die Knöllchen gut auf einen Teller legen, und immer wenn man vorbeikommt, mal eben eine essen kann. Wie Radieschen, Kirschen, kleine Tomaten, Kugelmöhrchen, eingelegte Gürkchen usw.
Für mich eine tolle Sache, da ich oft so nebenher esse tagsüber, auch deshalb will ich ihn anbauen. Einfach nochmal was anderes auf meinem "Nebenherteller".
Man kann ihn auch kochen oder anbraten. Er wird ungeschält verzehrt.

Der Knollenziest bildet unterirdische Knöllchen, das ist das eßbare Gemüse und gleichzeitig sind es auch die Vermehrungsknöllchen. Man legt diese im Frühjahr also einfach wieder in der Erde aus, wie Kartoffeln beispielsweise. Auch die Mutterpflanze treibt wieder aus, wenn man sie einfach im Boden beläßt.
In der Wachstumsphase kann man "anhäufeln", das bedeutet, einfach eine weitere Erdschicht um die Pflanze hinschippen, auch wie bei Kartoffeln bildet er dann am Stengel weitere Wurzeln und weitere der eßbaren Knöllchen.

Er ist gut winterhart, und man läßt die Früchte am besten einfach im Boden und erntet über den Winter nach Bedarf, denn er ist nicht gut lagerfähig. Auch ein Grund, ein Pflänzchen zu setzen, wenn man ihn auf den Tisch bringen möchte. Denn weil er nicht so gut lagerfähig ist und auch etwas aufwendig in Ernte und Reinigung, ist er recht teuer, wenn man ihn überhaupt am Markt findet.
Geerntet wird ab Herbst, wenn die Blätter beginnen abzusterben.

Man sollte, ähnlich wie bei Yacon oder Topinambur, nicht gleich größere Mengen davon essen. Bei den beiden ist es das Inulin, beim Knollenziest die Stachyose, an die sich der Organismus erst etwas gewöhnen muß.

Heute kamen zwei bestellte Töpfchen (von Rühlemann's) bei mir an. Es ist jeweils mehr als eine Pflanze im Topf.


   
Zwei Pflanzen Knollenziest von Rühlemann's

https://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de/verwendung/essbare-pflanzen/wurzelgemuese/knollenziest-pflanze


Mit seinen unterirdischen winterharten Ausläufern vermehrt er sich auch von selbst. Und kann auch Nachbargemüse "bedrängen". Am besten baut man ihn deshalb mit Wurzelsperre, im Kübel oder auch im Hochbeet an.
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#65
   

Die Zitronenmelisse erntet man am besten wie hier beim Basilikum beschrieben. Dann verzweigt sie sich ebenfalls immer weiter:

https://www.pagan-forum.de/thread-6034-post-73308.html?highlight=basilikum#pid73308


Die Zitronenmelisse ist winterhart.
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#66
Etagenzwiebel/Luftzwiebel

Wer gern kleine Zwiebelchen dem Salat beigibt oder eben solche einlegt, für den ist vielleicht die mehrjährige, winterharte Luftzwiebel eine Überlegung wert. Natürlich muss die sich erst in Ruhe im Garten entwickeln dürfen, ehe ein bedeutsamer Ernteertrag zustandekommt.
Nach längerer Suche, weil einige Bio-Anbieter diese derzeit nicht im Sortiment verfügbar haben, konnte ich kürzlich Etagenzwiebeln über die "Blumenschule-Schongau" bestllen.

https://www.blumenschule-schongau.de/pflanzen/kr-uter-gew-rzpflanzen/luftzwiebel-etagenzwiebel-bio_73_1014


Zitat:"Ewige Zwiebel": sie bildet statt Blüten direkt kleine Zwiebelchen, die wiederum austreiben und gepflanzt werden können. - Vor allem für Kinder ist das ein Erlebnis.

Die Luftzwiebel eignet sich zum Einlegen;
ist lindernd bei Migräne und Verbrennungen,
hilft gegen rheumatische Beschwerden,
als Hustenmittel.

Die Zwiebeltriebe können wie Frühlingszwiebel-Grün genutzt werden.
Diese Luftzwiebel wird manchmal verwechselt mit einer Knoblauchart Rocambole oder Rockenbolle genannt, die ebenfalls statt einer Blüte kleine Brutzwiebelchen bildet.

Pflanzengruppe: Kräuter, Gewürze
Blütezeit: VI
Höhe: 30 - 60 cm
Habitus: Aufrecht
Überwinterung: Winterhart
Licht: Sonnig
Lebensbereich: Beetpflanzung
Bodenart: Nährstoffreicher Humusboden (bei Topfkultur: gutes handelsübliches Substrat)

Die Luftzwiebel wird auch Catawissa-Zwiebel, Kronenzwiebel oder Etagenzwiebel genannt.
Pflanzen in Bio-Qualität aus kontrolliert biologischem Naturland-Anbau.

https://cdn02.plentymarkets.com/3eialin64h0j/item/images/73/full/73-3.jpg
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#67
Ich habe jetzt ein Bodenbeet mit Kohlsorten:

   

Auf der rechten Seite ist Brokkoli und Blumenkohl, links hinten Weißkohl, Wirsing und Rotkohl und vorne nochmal Brokkoli. Die Kiste und der Blumentopf dienen zur Beschattung von zwei etwas schwächelnden Pflänzchen, das vorne rechts neben dem Topf hat sich auch schon gut erholt. Ich lege dann auch Stöckchen unter die zarten Blätter, wenn sie schwächeln, damit sie nicht am Boden so "festkleben", das hilft tatsächlich auch etwas, daß sie sich erholen, wenn sie das Umpflanzen nicht so gut verkraftet haben. Und natürlich gut gießen, zweimal am Tag.

Dieses Beet habe ich folgendermaßen angelegt:

Letztes Jahr wurden vier 20 cm hohe und 2 Meter lange Bretter mit Winkeln zusammengeschraubt. Die Bretter lagen hier herum, Winkel waren ebenfalls vorhanden, ich habe nichts extra gekauft. Oft hat man ja irgendwas "herumliegen", ich bin immer dafür, möglichst einfach zu nutzen, was man bereits so hat, und dann einfach mal ausprobieren.

Dieser Rahmen wurde dann einfach auf den Rasen gestellt bzw. schon dort zusammengeschraubt. Dann habe ich den ganzen Sommer und Herbst einen Teil, was so an Grünabfall anfiel, einfach in dieses Beet geworfen. Tatsächlich einfach unstrukturiert alles da drauf, Rasenschnitt vom Nachbarn, da ist eine Bolzwiese, und da fiel sehr viel an, Zweige, Äste, alles, was es halt so gab. Auch ab und an Küchenabfälle (eher wenig, und Schalen, sowas, nichts Verarbeitetes). Ich habe nichts zerkleinert von den Ästen. Ach, und viele Äpfel habe ich draufgeworfen. Im Frühjahr war es ziemlich gut vererdet, ich habe noch ein paar wenige grobe Äste, die doch noch obenauflagen, runtergenommen, und habe fermentierte Küchenabfälle auf dem ganzen Beet verteilt und mit Erde/Kompost abgedeckt.

Der große Vorteil ist, ich mußte nicht umgraben (Umgraben ist einfach nicht mein Ding), und erhielt eine gute Erde für Starkzehrer.

Und dann vor einigen Wochen die ersten Setzlinge gesetzt, und vor ein zwei Wochen die zweite Fuhre Zöglinge.

Ich habe Salat dazwischengesetzt, damit die Schnecken den Kohl in Ruhe lassen. Hat aber nicht funktioniert, das war vorgezogener Salat aus dem Supermarkt, da gehen nicht mal die Schnecken dran, und sie haben doch das ein oder andere Kohlpflänzchen gefressen. Das ist aber verkraftbar, finde ich. Der Salat kommt jetzt also vollständig raus, und ich werde Basilikum dazwischenpflanzen. Basilikum riecht sehr stark, und hält dann die Kohlfliege fern (so der Gedanke jedenfalls).

Und ja, ich weiß, ich pflanze immer "zu dicht", das wird aber schon trotzdem was werden. Man kann dann "strategisch zwischenraus" ernten, und dann haben die verbliebenen Platz, auch große Köpfe zu bilden. Wie Pamina ja schon explizit drauf hinwies, Kohl ist in jedem Stadium eßbar, nicht erst, wenn es ein richtiger Kopf geworden ist. Und ähnlich beim Brokkoli und Blumenkohl, man erntet einfach schon noch kleinere dazwischen raus, und dann haben die anderen den Platz, auch größer zu werden.
Letztlich vergrößert dann das engere Pflanzen dann aber trotzdem die Ernte, und man kann sogar noch zeitversetzt ernten. Ich empfehle es nicht direkt, aber ich mache es halt so.

Alle Kohlsorten sollte man einige Jahre dann nicht am gleichen Standort anpflanzen. Es geht dabei um im Boden befindliche bestimmte Pilze, die sich angesammelt haben können und dann Schaden an den Pflanzen anrichten könnten. Allein Grünkohl ist da nicht so anfällig.
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#68
Knoblauch anbauen

Knoblauch kann man auf verschiedene Weise anbauen. Entweder steckt man einzelne Zehen, die man einer Knoblauchknolle entnimmt. Solche Knollen, wie man sie im Laden für gewöhnlich kauft.

Oder manchmal bekommt man ja auch die sog. Rundlinge zu kaufen, wie eine einzelne runde Knoblauchzehe. Rundlinge kann man auch stecken und erhält dann ebenfalls eine Knoblauchknolle mit Zehen.

Eigentlich ist Knoblauch zweijährig, im ersten Jahr wächst aus der Brutzwiebel, den sog. Bulbillen, - das ist so ein einen halben Zentimeter großes Knoblauchknöllchen, - ein Rundling, also eine runde Einzelknolle ohne mehrere Zehen. Im zweiten Jahr wächst dann aus dem Rundling die Knolle mit den Zehen.

   
Knoblauch von im vergangenen Herbst gesteckten Zehen im Frühjahr

   
Und so sieht er jetzt aus, und er kann wohl noch zwei gute Wochen stehenbleiben.

   
Knoblauch von im vergangenen Herbst gesteckten Bulbillen im Frühjahr. Daraus werden die Rundlinge, die dann im Jahr darauf wiederum Knoblauchknollen mit Zehen werden.


Wann erntet man Knoblauch?

Das kommt ein wenig auf die Sorte an. Meine "Haussorte" beispielsweise kann und sollte sehr lange im Beet bleiben, bis das Grün fast ganz verdorrt ist. Die Zehen sollten fühlbar und sichtbar ausgebildet sein, sich aber noch nicht einzeln ablösen, die Haut darum fest und nicht mehr etwas weich.
Man kann einfach oben etwas Erde weggraben von einer Sorte und sich die Knolle etwas ansehen. Befindet man sie als noch nicht ausgewachsen genug, einfach wieder zudecken und weiterwachsen lassen.

Andere Sorten müssen schon früher raus, auch wenn sie zu gleicher Zeit gesteckt wurden.


   

Eine französische Sorte, das Grün ist noch ziemlich frisch aussehend (sieht man jetzt auf dem Foto zwar nicht), trotzdem muß er bereits raus, denn die Zehen lösen sich schon ab.

An diesem Knoblauch sieht man die Bulbillen, die sich etwas oberhalb der Knolle am "Stamm" bilden.

Hier nochmal ein deutlicheres Foto davon, ich habe mal die Haut darum etwas abgelöst:

   

Man sieht dann solche Verdickungen am Stengel, darin befinden sich die Bulbillen, die Brutzwiebeln.


Mancher Knoblauch bildet die Bulbillen auch unten an der Knolle, und mancher aber auch einen Blütenstengel und so eine Art Knospe, in der sich dann die Bulbillen entwickeln:

   

   

Das ist eine russische Sorte, sieht hübsch und lustig aus, finde ich. Man kann diesen Kringel einfach abschneiden, damit mehr Kraft in die Knolle geht, oder man beläßt ihn, dann entwickeln sich die Bulbillen als Saatgut für den nächsten Anbau. Daraus bekäme man dann wieder die Rundlinge, und aus diesen im Jahr drauf wieder die "richtigen Knollen, wie man sie kennt".

Die Rundlinge sind genauso eßbar wie die Zehen von den Knollen, und genauso die Bulbillen.

Meine "Haussorte" ist z. B. gar nicht so blühfreudig, und wenn, dann hat sie Brutzwiebeln am Stengel irgendwo. Eine "richtige" Blüte mit Blütenblättern habe ich noch nicht gesehen an einem Knoblauch, mag es aber auch geben. Knoblauch finde ich, ist ja immer wieder eine Überraschung.

   

Das sieht ein wenig wild aus, aber das ist trotzdem in Ordnung, manchmal knickt Knoblauch eben um, das macht aber nichts weiter. Einfach weiterwachsen lassen. Dies waren Brutzwiebelchen, Bulbillen, eines habe ich mal rausgezogen, es sind ganz ordentliche Rundlinge geworden, auch wenn sie umgeknickt sind.


Knoblauch ist ganz einfach anzubauen

Das hört sich hoffentlich alles nicht kompliziert an, denn Knoblauch ist in Wahrheit ganz einfach anzubauen. Einfach in den Boden stecken, ob Bulbillen, Rundlinge oder Zehen, und wachsen lassen. Man muß eigentlich nicht mal gießen. Im Hochbeet gieße ich allerdings schon mal ein wenig. Ich habe auch welche in Töpfen, da gieße ich dann ab und an. Die im Boden gieße ich eigentlich nie.
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#69
Knoblauchzehen stecke ich einfach in die Erde, rings um frisch gepflanze Bäume. Damit werden die Baumwurzeln vor Bißschäden geschützt, denn die Wühlmäuse können den Knoblauch nicht ausstehen. Und der Knoblauch gedeiht dort prächtig, weil die jungen Bäume oft gegossen werden und dabei genug Wasser für die Knoblauchpflanzen abfällt.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#70
Kann jemand sagen, was das für eine Pflanze ist? Die im Vordergrund, im Hintergrund ist Rote Bete:

   


Ich dachte eigentlich, ich hätte da Grünkohl gesät. Aber das sieht mir irgendwie gar nicht so nach Grünkohl aus. Aber was ist es?

   


Das Weißliche ist übrigens Gesteinsmehl. Hat vielleicht irgendein Unkraut den Grünkohl überwuchert? Oder war was Verkehrtes in der Samentüte?

Danke schonmal für eine Antwort, wenn es jemand weiß, was da wächst.
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